Wichtige Bohrmethoden im großen Tagebau
Sep 10, 2024
Imlochbohren (DTH)
Beim Imlochbohren wird der Bohrer am Ende eines Bohrstrangs montiert und von einem pneumatischen Hammer angetrieben. Diese Methode eignet sich gut zum Bohren durch harte Gesteinsformationen, wie sie im Tagebau vorkommen. Der Hammer schlägt kontinuierlich auf den Bohrer, erzeugt eine Abwärtskraft und zerbricht das Gestein. Die zerbrochenen Gesteinsfragmente werden dann mit Druckluft oder Wasser aus dem Loch gespült.

Drehbohren
Das Rotationsbohren ist eine gängige Methode im Tagebau, um Sprenglöcher für die Platzierung von Sprengstoffen zu bohren. Dabei schneidet ein rotierender Bohrer in den Fels. Der Bohrer ist an einem Bohrstrang befestigt, der gedreht und in den Boden abgesenkt wird. Während der Bohrer rotiert, zerkleinert er den Fels und das Bohrklein wird durch Spülen mit Bohrflüssigkeit oder Luft an die Oberfläche befördert.

Reverse-Circulation-Bohrung (RC-Bohrung)
Das Umkehrspülbohren wird häufig bei Explorationsbohrungen zur Probenentnahme und Abgrenzung von Erzkörpern im Tagebau eingesetzt. Beim RC-Bohrverfahren treibt ein pneumatischer Hammer einen rotierenden Bohrer an, ähnlich wie beim DTH-Bohrverfahren. Allerdings wird die Bohrflüssigkeit durch den Bohrstrang nach unten gepumpt und durch Öffnungen im Bohrer herausgedrückt. Dadurch entsteht ein Rückfluss von Bohrklein und Bohrflüssigkeit in den ringförmigen Raum zwischen dem Bohrrohr und der Bohrlochwand. Das RC-Bohrverfahren wird bevorzugt, da es große, qualitativ hochwertige Proben entnehmen kann und relativ schnelle Bohrgeschwindigkeiten ermöglicht.

Jede dieser Bohrmethoden hat ihre Vorteile und wird auf der Grundlage von Faktoren wie den geologischen Bedingungen, der gewünschten Probenqualität, der Bohreffizienz und Kostenüberlegungen im Tagebau ausgewählt.






